Warum ich mich entschieden habe zu barfen und was sich überhaupt hinter tierischen Nebenerzeugnissen verbirgt

Zum ersten mal kam ich mit diesem Thema bei meinem damaligen Freund in Berührung.

Als er mir sagte, das sein Hund rohes Fleisch bekommt, war ich doch erst sehr skeptisch. Ich hatte zuvor noch nichts groß vom barfen gehört und konnte mir darunter auch nicht wirklich etwas vorstellen.

Mit der Zeit befasste ich mich aber mehr und mehr mit diesem Thema.

Mit dem Grundgedanken sein Haustier artgerecht zu ernähren, genau zu wissen was im Napf landet und dies alles frisch und individuell den Bedürfnissen angepasst zusammen stellen zu können, konnte ich mich sehr gut anfreunden.

 

Den letzten Stups allerdings hat es mir gegeben, als ich mich näher damit befasst habe, was denn überhaupt alles in industriell hergestelltem Fertigfutter verarbeitet wird und was sich hinter dem recht harmlosen Wort "tierische Nebenerzeugnisse" verbirgt.

Tierische Nebenprodukte

 

 

 

(Bild-Quelle: https://baba249.wordpress.com/2012/11/13/die-4-luge/)

Nach vielen Gesprächen mit anderen Hundebesitzern wurde mir erst klar das nur die wenigsten wissen, was sich überhaupt alles im Fertigfutter "versteckt".

Von den üblichen Dingen wie Konservierungsstoffen, Farbstoffen und Geschmacksverstärkern wissen natürlich die meisten. Hier kommen dann Sätze wie: "Ich habe extra darauf geachtet, das das in meinem Futter nicht verarbeitet ist!"

Leider wissen aber auch hier viele nicht das es in Deutschland üblich und auch erlaubt ist, sein Futter beispielsweise     konservierungsstofffrei zu betiteln, wenn der Futtermittelhersteller diesen Stoff nicht in seinem Betrieb hinzufügt. Allerdings seine Grundprodukte schon so einkauft, das diese Stoffe schon enthalten sind!

Oder habt Ihr Euch noch nie gefragt, warum ein Futter Jahre haltbar sein kann, wenn doch keine Konservierungsstoffe enthalten sein sollen?

Also kann man auch Angaben wie "Ohne jegliche Zusatzstoffe" etc. nicht wirklich vertrauen. Das sagt lediglich aus, das der jeweilige Betrieb diese Stoffe nicht selbst hinzufügt, seine einzelnen Komponenten aber sehr wohl so einkaufen kann, das diese Stoffe bereits enthalten sind.

 

Schaut man sich einmal genau an, was unter "tierische Nebenprodukte" fällt, vergeht einem noch mehr der Appetit!

      Tierische Nebenprodukte

 

 (Quelle: http://www.bmel.de)

Darunter fallen zum Beispiel folgende Dinge:

Füße, Schnäbel, Krallen, Federn und Kot von Geflügel sowie Fell, Hufe, Hoden, Kot und Urin von Rindern. Und das ist noch lange nicht alles!

Hier ist ein Link vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, der genau auflistet, was in Deutschland alles in diese Kategorie fallen darf:

 

http://www.bmel.de/DE/Tier/Tiergesundheit/TierischeNebenprodukte/nebenprodukte_node.html

 

 

Als ich letztens auf diese Seite geschaut habe, wurde mir wieder bewusst, das ich die richtige Entscheidung damit getroffen habe, unsere Hunde mit BARF (Biologisch artgerechtes rohes Futter) zu füttern.

 

Solche Dinge wie Füße, Schnäbel und Krallen bestehen zu einem Großteil aus Stickstoff und minderwertigen Proteinen, welche in der Proteinberechnung  des Futters aber  mit eingerechnet  werden! Leider ist es aber nun mal so, das dieses Protein sehr minderwertig ist und vom Hund nur sehr schlecht verwertet werden kann.

Aber, wie leider so oft, soll billig produziert und teuer verkauft werden. 

 

Auch der viel zu hohe Gehalt von Getreide wird verschleiert in dem man zum Beispiel jede Getreidesorte einzeln auflistet. In der Summe kommt man aber dann doch wieder locker auf 60 bis gar 90% Getreide. Und das ernsthaft für einen Karnivore?

Natürlich ist der Hund kein reiner Fleischfresser. Aber Fleisch gehört zu den Hauptbestandteilen einer artgerechten Ernährung.

 

Wer sich die Liste oben einmal durchgeschaut hat, weiß jetzt auch das im Hundefutter unsere verstorbenen  Lieblinge "verarbeitet" werden. Alleine hierbei dreht sich mir schon wieder der Magen um! Jedenfalls wird das kurzerhand schick als Knochen-und Fleischmehl deklariert.Oft ist hier ja auch nicht einmal angegeben, von welchem Tier es überhaupt stammt. 

 

Die Abdeckereien machen sich meist  nicht mal die Mühe, Floh-oder Zeckenhalsbänder von verstorbenen oder eingeschläferten Tieren abzunehmen oder Plastikverpackungen von abgelaufenem Supermarktfleisch zu entfernen, was  in Fertigfutter verarbeitet werden darf. Das wird alles durch das Erhitzen bei der Herstellung aber auch nicht zerstört. Diese Substanzen gelangen ins Futter! Genau so gelangen Narkotika eingeschläferter Tiere oder Medikamente ins Futter! Das muss man sich mal durch den Kopf gehen lassen....

 

Am Ende meines ersten BLOG-Beitrages gebe ich jedem nur eine einfache Frage mit auf den Weg:

Möchtet Ihr sowas Eurem geliebten Hund oder der Katze füttern?

 

 

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